März 2017 - Thailand

 Heute ist mein Geburtstag den ich morgens im Hostel mit Lara aus Deutschland kurz beim Frühstück feire. Das Hostel ist mir zu laut da die Zimmer zur befahrenen Strasse raus sind. Bei der Suche nach einer neuen Unterkunft komme ich an einer unscheinbaren Seitenstrasse vorbei mit einem kleinen Schild mit Bett, Messer und Gabel. Zuerst gehe ich vorbei, dann denke ich gehe doch einfach mal schauen. Am Ende der Sackgasse scheint das Haus zu sein. Gehe hin,  frage nach einem Zimmer. Der Besitzer bietet mir was in einem moderneren Neubau an und zeigt auf ein im vintage Stil gebautes Holzhaus. Meine innere Stimme sagt mir deutlich nur das Haus. Wir gehen hinein und ich finde keine Worte. Das Haus ist voll eingerichtet mit Antiquitäten wir verstehen uns sofort,  kommen in den Austausch darüber und es entsteht von beiden Seiten eine spürbare Sympathie. Mir wird klar das der Zimmerpreis mein Budget übersteigen wird. Lange geht unser Gespräch über so vieles und Wiroj der Besitzer überlässt mir dann das Zimmer in diesem Haus zu einem unschlagbar günstigen Preis mit Frühstück. Da keine Gäste da sind kann ich mir das Zimmer aus suchen. Ich fühle mich sofort wohl, ein zu Hause Gefühl kommt auf. Familie Saengbangka kümmert sich rührend um mich und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

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Das ganze Obergeschoss habe ich für mich mit einer super Terrasse. Das Universum sorgt gut für mich ein super Geburtstagsgeschenk.Ich habe das Gefühl Heimat/Familie gefunden zu haben. Für mich ist es was besonderes das so was mit wild fremden Menschen passiert. Einige Tage bleibe ich. Der Abschied von Wiroj und Chomkhae ist emotional, tief und herzlich. Bei Chomkhae kommen Tränen,  was mich innerlich sehr berührt. Es beschäftigt mich noch einige Zeit an diesem Tag. Zwischen der Familie und mir  ist eine tiefe Verbindung entstanden.

Wenn ihr nach Chumphon kommt kann ich euch diese Unterkunft empfehlen
„ BAANCHOMKHAE „ Homestay – e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; - Tel.081-345-6937.

Ich möchte gerne an die Andamanenküste über die Berge an den Isthmus von Kra. Die Strasse wird geschickt um die Berge geführt und die Steigungen sind human. Wo es geht verlasse ich wieder den Highway. Die Berge werden immer höher und ich denke bis Ranong kommt bestimmt noch was. Es war nicht so. Auf Ranong freue ich mich da
es dort die heißen Quellen gibt. Entspannt komme ich an. Gehe am Abend noch in die heißen Quellen.

Heiner Zimmer - Bikeroadcruiser.comAuf dem Fruchtmarkt lerne ich die Mangopflaume kennen eine tolle Frucht. Ich erkunde ohne Gepäck die Umgebung und fahre in den Canyon von Ranong. Wollte eigentlich nur eine kurze Tour machen, am Ende waren es dann doch 60 km. Unberührte Natur in einem Nationalpark. Am Abend gönne ich mir eine ausgiebige Thai Aroma Öl Massage. Diese war so gut das ich sofort noch eine für den nächsten Tag gebucht habe. Ein Tag ein Visa Run nach Myanmar. Mit einem Holzboot geht es nach Kawthaung wo es zugleich den Einreise- und Ausreisestempel gibt. Mit dem Boot geht es zurück nach Thailand wo es wieder ein 30 Tage Visa on Arrival gibt. Dieser Visa Run ist weitaus günstiger als die Verlängerung in Thailand.

Früh verlasse ich Ranong um die morgendliche Kühle noch etwas zu haben. Der nächste Naturpark wartet auf mich.
Durch die Mangroven führt der Weg nach Hat Bang Ben. Ein Ort wo die Seele nur so baumelt.

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Im Wasana Ressort finde ich einen kleinen Bungalow. Fühle mich mal wieder buddel wohl. Der Besitzer ist ein Holländer und wir verstehen uns sehr gut. Froh bin ich das ich zeitlos unterwegs bin. Die Natur und Ruhe geniesse ich für einige Tage. Wandere durch den Regenwald im Naturpark  zu einigen abgelegen Stränden und Fischerdörfern.

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Die Fischer leben in einfachen Hütten. In ihren Gesichtern sehe ich die Zufriedenheit die sie aus strahlen. Schaue zu wie die Palmfrüchte geerntet werden fürs Palmöl. Es gibt viele Cashewbäume wo auch momentan der Cashewapfel geerntet wird an dem die Nuss hängt. Entspannt chille ich einen Tag am Bungalow.

Die wunderschöne Landschaft begleitet mich weiter nach Khao Lak. Auf dem Weg dort hin lerne ich den Fernradler Dirk kennen der zur Zeit in Khao Lak ist. Er ist auf dem Weg zum Strand wo ich mein zweites Frühstück gerade hatte. Wir verabreden uns für den Abend.

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Über ihn lerne ich Tom kennen der in Khao Lak ein Lokal betreibt. Der Tsunami hat damals in Khao Lak viele Häuser zerstört wo von heute kaum noch was sichtbar ist. Bei Tom lerne ich einen Lakota Indianer kennen der jedes Jahr nach Khao Lak kommt. Die Küste entlang durch die vielen Karst Berge geht es weiter, die Landschaft ist ungewohnt.

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Die Berge sind nicht hoch, stehen einfach so herum. Es sind keine großen Anstiege jedoch geht es immer nur rauf und runter. Dazu kommt seit Tagen ein starker Gegenwind, was Kraft kostet. Selbst bergab muss ich strampeln.
In dieser Gegend gibt es kaum Unterkünfte. Die ich finde sind mir zu teuer. In einer dieser teuren Ressorts darf ich mein Zelt aufstellen, den Naturpool benutzen was so gut wie eine Dusche ist und die Toiletten an den Unterkünften der Bediensteten.
Auf dem Weg nach Krabi komme ich an die  Bucht von Noppharathara meine Pause ist länger. Es gefällt mir gut hier und ich suche mir eine Unterkunft. Die Strände vor Krabi sind sehr touristisch.

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Heiner Zimmer - Bikeroadcruiser.comIm Hostel lerne ich Chiko einen Inder kennen der in Melbourne lebt. Er ist auch auf unbestimmte Zeit ausgestiegen und reist zu den verschiedenen Kletterorten dieser Erde. Bleibe ein paar Tage. Es wird Zeit dem Touristentrubel zu entfliehen. Schaue mir auf dem Weg noch Krabi an.

Im kleinen beschaulichen Klong Thom entscheide ich spontan noch den Emerald Pool zu besuchen. Bei den Menschen hier finde ich wieder diese Ruhe und Gelassenheit ohne diese $ Zeichen in den Augen. Auf dem Nachtmarkt wird mir die Teezubereitung erklärt. Sofort habe ich Kontakt mit den Einheimischen. Das Essen ist um vieles billiger und besser, sie wollen nicht meine $.
Am anderen Tag fahre ich ohne Gepäck in die Berge zum Sa Monrakot mit dem Emerald Pool.

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Ein Naturpool in den Bergen mit türkis klarem Wasser in dem ein abkühlendes Bad erlaubt ist. Ein weiterer Weg durch den Regenwald führ zum Blue Pool. Glasklares blaues Wasser durch die Ablagerung der Erze am Boden die das Flusswasser mit bringt. Das war ein wunderschöner Tag.

Bin mir noch nicht sicher ob ich auf die Insel Koh Lanta will, wegen der vielen Touristen. Es ist früh und ich kann mir in Ruhe mit Gepäck die Insel anschauen und dann entscheiden ob ich da bleibe. Mit der Fähre setze ich über.
Bei Erkundung lerne ich Heidi und Hagen kennen aus der Nähe von München,die ich später auch mal gerne in Deutschland besuchen werde.

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Trotz der vielen Touristen ist die Insel sehr entspannt und ruhig.
Mit dem Fahrrad bin ich viel unterwegs. Einige Strände sind wenig besucht, gehe viel schwimmen.
Jeden Tag gibt es Gewitter mit kräftigen Schauern. Die Einheimischen sprechen davon das dieses Jahr die Regenzeit wohl früh beginnt.
Auf meiner Weiterfahrt zur malaysischen Grenze nehme ich viele kleine Nebenstrassen, die oft sehr verzweigt fast wie ein Labyrinth  sind. Wiedermal stehe ich in einem Dorf an einer Abzweigung und weiß nicht so recht welchen Weg ich nehmen soll. Eine Frau läd mich zum Essen ein und versucht mir dann zu erklären wie ich aus dem Labyrinth  raus komme. Kurz entschlossen nimmt sie ihr Moppet und geleitet mich etwa 10km bis zur Hauptstrasse.

Der Regen zwingt mich oft zu einem Stop. Die Menschen sind sehr hilfsbereit. So in einer Polizeistation, zuerst gibt es Tee. Als der Regen nicht aufhört gibt es was zu essen.

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Dann fährt der Polizist Satir nach Hause und kommt mit einer Tasche frischer Früchte zurück. Ein andermal es hört nicht auf zu regnen, wird schon dunkel und die nächste Unterkunft ist 30 km entfernt. Ich soll in einer Schule schlafen können auf einer überdachten Terrasse.
Jemand begleitet mich zur Schule, die meist in der Nähe von Wats sind wo Mönche leben. Von den Mönchen bekomme ich eine Schlafpritsche angeboten. Im Wat werde ich zum Essen eingeladen wo die Dorfgemeinschaft zu einer Beerdigung ist. Es ist wie eine Selbstverständlichkeit das ich dazu gehöre. Einen Tag zuvor habe ich das gleiche zur Mittagszeit erlebt. Eine Traurigkeit ist in mir, dieses wunderbare Land zu verlassen.

 

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