Ausländischen Studenten zur Weihnachtzeit ein "Heim auf Zeit bieten"

Auch in der Eifel sollte sich niemand einsam fühlen, ganz besonders nicht an Weihnachten. Es ist aber auch kein Zufall, dass genau dann von manchen Menschen Einsamkeit verstärkt wahrgenommen wird. Denn jeden Winter stellt dieses Fest Menschen, die ohne familiären und sozialen Anschluss sind, auf die härteste Probe. Einheimische Eifeler sowie Zugezogene können so unerwartet ähnliche Erfahrungswerte haben. Menschen in Bitburg, Neidenbach, Trimport und Hermesdorf wirken dem bereits entgegen. Sie definieren christliche Nächstenliebe nicht als die in der Vorweihnachtszeit übliche Jagd nach materiellen Geschenken. „Ich freu mich so sehr auf Xiaorodenga aus Tibet“, erzählt so Gastvater Johannes aus Hermesdorf, der immer noch in herzlichem Kontant mit seinem malischen Besuch aus dem Vorjahr ist. Aus Stress wird Vorfreude.

„Ich glaube, je mehr einer erlebt, desto mehr lernt er. Ich bin Germanistikstudent und habe schon über Deutschland im Textbuch gelesen, aber davon abgesehen habe ich doch noch nur wenig Ahnung von Deutschland. Als Germanistikstudent sollte man viel mehr darüber wissen. Deswegen möchte ich einen Gastfamilienaufenthalt machen“, erklärt der chinesische, in Duisburg studierende Zhaoyuan sein Interesse.

Wie er suchen weitere asiatische und arabische Studenten sozialen Anschluss und Möglichkeiten zum Erleben und Erlernen. Sie wünschen sich ab dem 21.12.18 sieben bis vierzehn Tage bei deutschen Mitmenschen ein Heim auf Zeit zu finden. Eifeler jeden Alters - auch Paare ohne Kinder, Alleinerziehende oder alleinstehende Personen – sind diesen Monat besonders eingeladen am Gastfamilienprogramm von Experiment e.V. teilzunehmen.

Aktuelle Informationen zu Studenten und Treffen, sowie die Kontaktdaten der Betreuerin im Kreis Bitburg-Prüm, Karin Jung, hat Frau Kerstin Overs de Gutierrez unter 0228 95722-41 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Foto: Archiv Verein Experiment e.V