Tourismusdelegation aus dem Allgäu unterwegs auf den Vulkaneifel-Muße-Pfaden

Erstmals in der Eifel: Tourismusdelegation aus dem Allgäu unterwegs auf den Vulkaneifel-Muße-Pfaden 

Im Urlaub möchte jeder etwas Besonderes erleben, dem Alltag entfliehen, sich entspannen – es sollen schöne Tage sein. Für die Touristiker ist es immer wieder eine neue Herausforderung, die eigene Region in den Fokus zu rücken, sie unverwechselbar zu machen und mit neuen Produkten und Dienstleistungen Aufmerksamkeit zu erzielen.

Die Eifel ist eine Region, in die es immer mehr Urlauber zieht. Auch hier machen sich Akteure im Tourismus Gedanken, wie sie mit neuen Ideen Gäste gewinnen können. Die Entwicklung des Konzepts zum Erlebnisraum Eifel-Ardennen zählt dazu. Die ersten Muße-Pfade in der Vulkaneifel wurden eingerichtet, auf denen die Wanderer spannende Geschichten hören. Sie können tief in die Region eintauchen und hinterher von wilden Gesellen der berüchtigten Moselbande oder dem Weg des Friedens und Grenzerfahrungen berichten. Touristiker aus dem Allgäu haben die Eifel besucht und Erfahrungen ausgetauscht. Sie sind ein Stück auf dem Maare und Thermen Pfad gegangen und haben erste Einblicke in den Vulcano-Pfad bekommen. Auch die Allgäuer sind mit ihrem Konzept der Wandertrilogie neue Wege gegangen – bei dem Treffen konnten die Touristiker wertvolle Erfahrungen austauschen.

Landrat Heinz-Peter Thiel begrüßte die Gäste in der Eifel. „Rund 20 Millionen Übernachtungen mit etwa 4 Millionen Gästeankünften zeigen den Stellenwert des Tourismus im Allgäu. Sie sind damit eine Region mit Vorbildfunktion für die Eifel. Während der Exkursion auf dem Maare und Thermen Pfad und dem Vulcano-Pfad haben wir wertvolle Impulse von unseren Allgäuer Kolleginnen und Kollegen im Hinblick auf unsere Arbeit erhalten und fühlen uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“. 

Die Natur ist das Hauptmotiv für Urlauber, um in die Eifel zu fahren. Für die Touristiker stellt sich die Aufgabe, die Sehnsüchte und Bedürfnisse der Gäste zu erfüllen. „Wir müssen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die merklich von Standardlösungen abweichen. Wir müssen Aufmerksamkeit erzeugen und unsere Produkte am Markt etablieren“, beschreibt Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, die Aufgaben. Gemeinsam mit der Agentur TAO und dem Inhaber Sieghard Preis habe man sich bereits 2011 auf den Weg gemacht und im Ergebnis das Konzept zum Erlebnisraumdesign Eifel-Ardennen und die alles umfassende Geschichte „Kampf der Elemente“ entwickelt. Die Vulkaneifel steht dabei für das Element „Feuer“. Zeit erleben, Muße erfahren – dies ist die Kernbotschaft, die sich durch die Geschichten zieht. 

„Wir sind gerne gekommen“, bedankt sich Joachim Bernhard, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, für die Einladung der Eifeler Kollegen. Die regionale Geschlossenheit einer Region sei wichtig und das eine das Allgäu und die Eifel. Ein gutes Wanderwegenetz hätten viele, doch mit dem neuen Konzept des Geschichten erzählens seien beide Regionen anderen einen Schritt voraus. Die Allgäuer haben ebenfalls ein neues Wanderkonzept entwickelt und konnten mit den Touristik-Akteuren aus der Eifel wertvolle Erfahrungen austauschen, erklärt Christa Fredlmeier, die im Auftrag der Allgäu GmbH das Projektmanagement übernommen hatte und gemeinsam mit 34 Orten entlang der Wandertrilogie zusammenarbeitet. Über die drei Weitwanderwege Wiesengänger-, Wassergänger- und Himmelsstürmer-Route können Wanderer verschiedene landschaftliche Ebenen des Allgäus erleben. Wie bei den Muße-Pfaden sind es auch hier die regionalen Geschichten, die für die Gäste einen Mehrwert bieten. 

Dr. Andreas Schüller, Geschäftsführer des UNESCO Natur- und Geoparks Vulkaneifel, hat das neue Konzept überzeugt. Die bisherigen Vulkaneifel-Pfade sind Partnerwege des Eifelsteiges und zeichnen sich durch eine verlässliche Qualität aus. Allerdings sind die Angebote nicht unverwechselbar und einzigartig. „Gute Geschichten unterhalten und berühren uns. Die Geschichten fußen auf der regionalen und kulturellen Identität einer gewachsenen Naturlandschaft“, sagt Schüller. Insofern habe die Übertragung der großen Geschichte „Kampf der Elemente“ auf die bestehenden Vulkaneifel-Pfade nahegelegen. Für die Touristiker vor Ort war die Umsetzung eine Herausforderung. Die Methodik des Storytellings sei neu im Tourismus und die Umsetzung für sie zu Beginn nicht einfach gewesen, erinnert sich Katharina Bersch, Geschäftsführerin Gesundland Vulkaneifel. Der Startschuss fiel im September 2013. Workshops und Abstimmungsrunden folgten, Gästeführer wurden qualifiziert und Betriebe vor Ort eingebunden.

Mit der Einrichtung der Muße-Pfade in der Vulkaneifel ist der Weg der Eifeler Touristiker nicht abgeschlossen. „Weitere Muße-Pfade in der Südeifel im NaturWanderPark delux sind in Vorbereitung. Zu sechs Wegen liegen bereits eigene Geschichten und Umsetzungskonzepte zu den Muße-Plätzen vor“, blickt Klaus Schäfer in die Zukunft.

Wichtig sei es, die Bevölkerung von Anfang an mitzunehmen, resümiert Joachim Bernhard. „Das Wir-Gefühl ist entscheidend, der Stolz auf die eigene Landschaft“. Beide Verbände sind sich einig, in dieser Richtung die Arbeit noch zu intensivieren. „Wir können viel voneinander lernen und sollten dies vertiefen. Die Eifel und das Allgäu sind auf einem guten Weg“, war Bernhards Fazit und lud die Eifeler Gastgeber zu einem Gegenbesuch ins Allgäu ein. Diese Einladung nahmen Geschäftsführer Klaus Schäfer wie auch Landrat Heinz-Peter Thiel gerne an. 

Informationen: Am Markt sind bisher der Maare und Thermen Pfad, die Gerolsteiner Dolomiten-Acht und der Schneifel-Pfad. Der Vulcano-Pfad ist kürzlich fertig gestellt worden, die offizielle Eröffnung wird demnächst erfolgen. Der Vulkan-Pfad und der Hochkelberg-Panorama-Pfad sind in der Planung für das nächste Jahr. Die Geschichten zu den Muße-Pfaden der Vulkaneifel werden unter  www.eifelsteig.de unter der Rubrik der Partnerwege vorgestellt. 

Weitere Informationen: Eifel Tourismus GmbH, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und unter www.eifel.info im Internet.

Fotonachweis: Eifel-Tourismus GmbH      Zum Vergrößern bitte die Fotos anklicken!

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